Fast jeder kennt die Geschichten von der kleinen Hexe, die der bekannte
böhmische Kinderbuchautor Otfried Preußler ursprünglich nur erfand, um
seinen Kinder die Angst vor Hexen zu nehmen, die seit 1957 aber auch als
Buch erschienen sind. Basierend auf dieser Vorlage gibt es seit 1986 auch
eine Umsetzung als Zeichentrickfilm, die in einer Gemeinschaftsarbeit
deutscher und tschechischer Produzenten unter dem Titel „Die kleine Hexe“
(und im tschechischen Original „Malá carodejnice“) entstand.
Die Geschichte dreht sich um die kleine Hexe und ihren treuen Freund,
den Raben Abraxas, die gemeinsam verschiedene Abenteuer erleben. Der
größte Wunsch der kleinen Hexe ist es, mit den großen Hexen auf den
Blocksberg zu fliegen und mit ihnen die Walpurgisnacht zu feiern. Als sie
sich heimlich zum Blocksberg schleicht, wird sie allerdings entdeckt und
die anderen Hexen verbrennen ihren Besen. Sie bekommt aber in Aussicht
gestellt, zu einer echten Hexe zu befördern, wenn sie sich als „gute Hexe“
im kommenden Jahr bewährt. Natürlich versteht die kleine Hexe diese
Aufforderung aber falsch und bemüht sich, lauter gute Taten zu
vollbringen, obwohl die anderen Hexen unter einer „guten Hexe“ eine
möglichst böse und gemeine Hexe verstehen. Als die kleine Hexe für ihre
guten Taten dann auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden soll, hext sie
einfach den bösen Hexen das Hexen ab, verbrennt deren gemeine Zauberbücher
und feiert ihr privates Walpurgisfest.