Eine der bekanntesten Krimiserien der Welt, die sich auch außerhalb der
Vereinigten Staaten bei einem breiten Fanpublikum etablieren konnte, ist
die zwischen 1973 und 1978 produzierte Fernsehserie „Kojak“, die erstmals
im Oktober 1973 auf zu sehen war und ein Jahr später von der ARD unter dem
Titel „Kojak – Einsatz in Manhattan“ ausgestrahlt wurde. Nach einer Idee
von Abby Mann entstand zunächst ein 148-minütiger Pilotfilm mit dem Titel
„Der Mordfall Marcus-Nelson“, der großen Anklang beim Publikum fand und
schließlich zum Dreh von 118 Episoden der Serie führte. Die jeweils 45
Minuten dauernden Folgen verhalfen dem Hauptdarsteller Telly Savalas zu
einem großen Bekanntheitsgrad, aber auch Schauspieler wie Dan Frazer,
Kevin Dobson oder George Savalas trugen einen entscheidenden Teil zum
großen Erfolg von „Kojack“ bei. In Deutschland war auch die
unverwechselbare Synchronstimme Kojaks, der von Edgar Ott gesprochen
wurde, mit verantwortlich dafür, dass sich die Serie schnell etablierte
und Kojaks flotte Sprüche bald in aller Munde waren.
„Kojak“ wurde mehrfach ausgezeichnet und erhielt unter anderem zwei
Emmys und sogar zwei Golden Globes. Außerdem stellte sich die Serie
nachträglich zum Sprungbrett für viele Schauspieler heraus, die ihre
Karriere mit kleinen Nebenrollen in „Kojak“ starteten – so etwa Harvey
Keitel, Richard Gere, William Hurt und auch Sylvester Stallone.
Die Geschichten drehen sich um den New Yorker Polizisten Kojak, der
gemeinsam mit seinen Assistenten Crocker und Stavros viele verzwickte
Fälle zu lösen hat und sich dabei oft unkonventioneller Methoden bedient.
Des Öfteren müssen so seine Mitarbeiter als Lockvögel herhalten, während
er sowohl dunkle Schlupfwinkel durchsucht, als auch bei High
Society-Partys mitmischt. Kojak zeichnet sich dabei durch seinen zynischen
Humor aus und ist an seinem unverwechselbarem Auftreten mit Glatze und
einem Dauerlutscher im Mundwinkel zu erkennen, der ihn zur absoluten
Kultfigur werden ließ.